| Nachdem wir Euch bereits die kompakten ROCCAT Vire Ohrhörer vorgestellt hatten, schalten wir in diesem Testbericht einen Gang höher. Durch die freundliche Unterstützung von ROCCAT ist das Kone Headset bei uns eingetrudelt. Prompt haben wir es unter die Lupe genommen und mal ganz genau hingehorcht, ob sich der Anschaffungspreis von 89,99 Euro wirklich lohnt. Sesam öffne dich! Schon beim ersten Auspacken zeigt sich, das Headset ist nicht gerade im Hosentaschenformat. Sowohl Bügel als auch die Ohrmuscheln wirken beim ersten Auspacken sehr wuchtig - echte 5.1 Kopfhörer brauchen nun mal Platz. Weiterhin entdeckt man eine im Kabel integrierte Fernbedienung, über die sich die Lautstärke mittels eines runden Reglers verstellen lässt. Weiterhin lassen sich sowohl der Sound als auch das Mikrofon über die Desk Remote abschalten. Klappt man den Deckel neben dem Lautstärkeregler auf, erspäht man die Regler für alle 5.1 Kanäle. Sowohl Front, Rear, Center und Subwoofer lassen sich mit diesen unabhängig voneinander regeln. Darüber hinaus erlaubt ein Schalter unter den Schiebereglern das Umschalten zwischen dem Spiele- und dem Filmprofil. Am Ende des Kabels entdeckt man insgesamt 4 Klinke-Stecker und einen USB-Anschluss, welcher das Headset nicht nur mit Strom versorgt, sondern auch für die Lautstärkereglung im System verantwortlich ist. Wie schon ROCCAT Vire sind auch hier Schutzkappen an den Steckern angebracht. Komfort wird Groß geschrieben Der Umfang des Headset lässt es schon anmuten - das ROCCAT Kave bringt Einiges auf die Waage. Ganze 420 Gramm machen das Kave zum Schwergesicht unter den Headsets. Doch schon beim ersten Tragen merkt man, dass sich der Hamburger Peripheriehersteller in Sachen Ergonomie viel Gedanken gemacht hat - der Komfort lässt auch nach längeren Zockersessions nicht zu wünschen übrig. Sowohl das dreifach gelagerte Kopfband als auch der größenverstellbare Bügel tragen ihren Teil zur Ergonomie bei. Auch das Kabel bietet mit mehr als 350cm Länge genügend Spielraum auf dem Schreibtisch. Insbesondere die Desk Remote erweist sich als nützlich, wenn man kurzerhand die Kopfhörer stumm stellen möchte - hinzu kommt die blinkende LED, die als Hinweis fungiert. Auch das Mikrofon lässt sich mittels eines schnellen Knopfdrucks ausschalten, durch die blaue Mute-LED am Mic sehen auch Mitmenschen, wann Eure Online-Kameraden nicht mithören können. Apropos Mikrofon - dieses ist verdammt flexibel und kann optimal in alle Richtungen gebogen werden - dabei verharrt es ebenfalls in exakt der Position, in die man es gebracht hat. Ein ganz besonderes Gimmick ist die Lautstärkeregelung - diese denn das Rädchen klinkt sich über den USB Anschluss in die Audio-Einstellungen ein und regelt direkt die Systemlautstärke. Wer die Kopfhörer mal transportieren möchte, braucht nicht um das Schmuckstück zu fürchten, es lässt sich zusammenklappen und damit vor Schaden in Eurer Tasche schützen. Mögen sich die Schutzkapseln für die Stecker als eine gute Idee erweisen, stellt sich doch nach dem Anschließen die Frage: Wohin mit den kleinen Helfern? Um diese nicht später kreichend auf dem Fußboden suchen zu müssen, sollte man sich einen guten Ort raussuchen, um diese unterzubringen. 5.1 Sound ist auch schon drin Echten 5.1 Sound soll das ROCCAT Kave liefern und das tut es auch - eine 5.1 Dolby Digital Soundkarte vorausgesetzt. Einmal die Stecker eingestöpselt kann der Raumklang-Spaß losgehen. Doch schon vor dem Einschalten merkt man, weshalb ROCCAT die Ohrmuscheln dermaßen groß gestaltet hat, die Umgebungsgeräusche werden merkbar deutlich abgeschirmt, um sich vollends dem Ton aus den kleinen Lautsprechern in der Muschel widmen zu können. Tatsächlich bringt der 5.1 Klang mehr Spaß sowohl in Filmen als auch in Spielen. Denn in jeder Muschel befinden sich zwei 40 mm Treibereinheiten, die im 12° Winkel zueinander angeordnet sind. Gegner lassen sich an Hand von verräterischen Geräuschen problemlos orten. Auch in Actionfilmen ist das Raumklang Headset das i-Tüpfelchen, wenn der Hubschrauber nicht nur optisch, sondern auch akustisch von links nach rechts saust. Bassliebhaber sollten stets den Game-Modus an der Desk-Remote eingeschaltet lassen, wodurch der Ton durch die hinzugeschaltete Vibration an Tiefe gewinnt. Insgesamt bietet das ROCCAT Kave einen ausgewogenen und klaren Klang - wobei der Bass ebenfalls nicht zu kurz kommt. Wer noch mehr aus den Kopfhörern raus holen möchte, sollte sich mit seinem eigenen Sound Treiber vertraut machen, mit dem sich Einiges mehr aus den Kopfhörern rausholen lässt. Wer nicht über eine 5.1 Soundkarte verfügt, wird sich trotzdem an dem ROCCAT Kave erfreuen können, selbst wenn nur der Front Kanal aktiv ist, sind sowohl Höhen als auch Tiefen hervorragend. Wer kennt nicht die lästigen Knacks- und Rauschgeräusche von anderen Spielern - Besitzer des ROCCAT Kave brauchen das nicht zu fürchten, denn dieses überträgt tatsächlich nur Eure Stimme und unterdrückt unerwünschte Nebengeräusche. Fazit Das ROCCAT Kave ist definitiv jeden Cent wert - nicht nur durch den sensationellen Klang, sondern auch durch die Verarbeitung und die umfangreiche Ausstattung, gehört es zur Spitze des Kopfhörermarktes - den hat ROCCAT mit dem Neueinstieg erfolgreich für sich gewonnen. |