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Eyefinity - Multimonitoring von AMD
Knecht  Redakteur: Christian 'Knecht' Murawski
16.10.2009 / 17:30 (GMT+1)

AMD hat seine neue Grafikkarten Serie Radeon 5xxx vorgestellt. Neben vielen kleinen Features und einigen grundlegenden neuen Fähigkeiten, wie zum Beispiel DirectX 11, hat diese Serie etwas hochinteressantes zu bieten und zwar die Multi Monitor Technologie „Eyefinity“. An jede Grafikkarte der Radeon 5xxx Serie können drei Monitore angeschlossen werden, an Spezial Versionen sogar sechs. Und bei einem 4x Crossfire System können so bis zu 24 Monitore angesteuert werden. Sind 24 doch eher eine ganz spezielle Nischenlösung für Hardcore Spieler, so sind 3 Monitore doch eine denkbare Anwendung, daher konzentrieren wir uns darauf. Der Clou an Eyefinity ist, dass der Treiber dem Spiel quasi einen großen Monitor vorgaukelt. Demzufolge muss nicht jedes Spiel speziell angepasst werden, sondern die meisten können es „Out of the Box“ unterstützen. Dazu ist Eyefinity hochflexibel was die Kombination von Monitoren und Auflösungen angeht.

Allerdings gibt es auch Hürden zu überwinden. Eine vor der auch wir standen ist der Anschluss der Monitore. Die Grafikkarten der Radeon 5xxx Serie haben 4 Anschlüsse auf der Slotblende - 2x DVI, 1x HDMI und 1x Displayport. Das erste Problem: ein DVI und der HDMI teilen sich ein Bauteil auf der Grafikkarte, was bedeutet, dass entweder 2 DVI oder 1 DVI und 1 HDMI genutzt werden können. Dies führt dazu, dass der dritte Monitor zwingend über den Displayport angesteuert werden muss.

 
Nun ist DisplayPort leider noch nicht sehr verbreitet und der Clou an Eyefinity ist ja der, dass es auch mit vorhandener Hardware funktionieren soll. Der erste Gedanke ist natürlich ein Adapter. Natürlich gibt es auf dem Markt dutzende Display Port auf HDMI oder DVI Adapter. Das Problem ist: Diese sind in aller Regel passiv und werden auf keinen Fall funktionieren. Es wird zwingend ein aktiver Adapter benötigt. Diesen erkennt man daran, dass er ein USB Kabel enthält, welches für eine Stromzuführung sorgt.

Nach einiger Recherche fanden wir einen Anbieter in Europa, der diesen Adapter verkauft. Bestellen kann man ihn hier und wir danken der Firma Kabeltje.com für die unkomplizierte Leihstellung des Adapters für unseren folgenden Bericht.

 

Unser Testsetup

  • 3x Samsung SyncMaster P2450
  • ATI Radeon 5870
  • AMD Phenom II X4 955
  • Kabeltje.com Adapter

Kabeltje.com Adapter
Der Adapter selber sieht nach dem Auspacken recht unspektakulär aus. Auf der einen Seite ist der DisplayPort und der USB Anschluss, auf der anderen Seite kann man den DVI Stecker des Monitors anschließen. Das Gehäuse ist aus massivem Metall gefertigt und macht einen sehr hochwertigen Eindruck, der Display Port Stecker ist über einen Verriegelungsmechanismus vor dem Herausrutschen gesichert. Es gibt keinerlei Hardware oder Software Konfigurationsmöglichkeiten, es werden auch keine Treiber benötigt, der Adapter ist also kinderleicht zu nutzen.

 

 

1. Nach der Installation der Grafikkarte begrüßt uns beim ersten starten der Windows Screen auf alle 3 Monitore geklont. 2. Nach der Installation der Treiber und einem anschließenden Neustart kann man die Monitore zu einer Gruppe zusammenfassen. 3. Da die Grafikkarte noch nicht weiß, welcher Monitor wo steht ist unter Umständen die Anordnung nicht korrekt.
 
 
5. Dies ist aber kinderleicht zu beheben, der Treiber schaltet einen Monitor auf ein Blaues Bild, und man muss im Treiber anklicken welcher der drei Monitore gerade Blau ist.
6. Nun sieht man, das der Windows Desktop die drei Monitore wie einen behandelt. Die Taskleiste ist ganz links, die Icons und Statusmeldungen sind ganz rechts.
 

Immer wenn Adapter im Spiel sind ist natürlich die Frage: Wie sieht die Bildqualität aus? Und gibt es einen Delay? Beides können wir problemlos positiv beantworten. Bei der Bildqualität ist keinerlei Einbuße zu vermelden und wie dieses Bild des geklonten Desktop zeigt, gibt es nicht den Hauch einer Verzögerung. Alle drei Monitore zeigen bis auf die tausendstel Sekunde das gleiche Bild. Über den Adapter angeschlossen wurde in diesem Fall der rechte Monitor.

Nachdem das geklärt ist haben wir exemplarisch ein paar Spiele ausprobiert, da wären zum Beispiel: Need for Speed: Shift, Half Life 2 – Episode 1, Crysis und Cities XL.




Need for Speed: Shift Half Life 2 - Episode 1 Crysis Cities XL

 

Fazit: Alles in allem bleibt zu sagen, das Multimonitoring das Spielerlebnis massiv ausbaut und unterstützt. Gerade in Rennspielen und Shootern trägt es zur Atmosphäre bei. Auch wenn bereits jetzt ganz viele Spiele Eyefinity unterstützen, so ist aber doch ein wenig Detailarbeit angesagt. Wenn wie zum Beispiel bei Cities XL die Menüs ganz links und ganz rechts am Rand sind und man mit der Maus dann einmal über alle 3 Schirme muss, dann ist das etwas gewöhnungsbedürftig, dafür ist die Übersicht natürlich unschlagbar. Hat mich die bisher verfügbare Matrox Lösung nie überzeugt, da sie zu viele Einschränkungen hat, so stelle ich mir jetzt gerne drei Displays auf den Schreibtisch und mit dem Adapter von Kabeltje.com macht man auch ältere Displays problemlos Eyefinity tauglich.

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