|
| Red Orchestra: Ostfront 41 - 45 |
|
|
|
 |
Redakteur: Christian 'Knecht' Murawski |
|
06.08.2006 / 12:25 (GMT+1) |
|
| Ursprünglich war ‚ Red Orchestra: Ostfront 41-45’ eine Modifikation für Unreal Tournament 2004 und hatte beim "Make Something Unreal"-Wettbewerb den ersten Preis abgeräumt. Daraus entwickelte sich eine Vollversion, die wir nun zum Testen erhielten und die Ihr über Steam und in jedem gut sortierten Geschäft kaufen könnt. Viele Elemente aus UT wurden auch ins Spiel integriert und angepasst, wie etwa das Konfigurationsmenü und das Multiplayermenü, Red Orchestra: Ostfront 41-45 ist ein reiner Online-Shooter, der, wie der Name schon vermuten lässt, während des zweiten Weltkriegs spielt. Schauplatz ist der Feldzug der Achsenmächte gegen die Sowjetunion. Realismus wird bei diesem Spiel wahrlich gross geschrieben. So gibt es beispielsweise kein Crosshair, das einem zeigt wohin man schießt, nachladen nach jedem Schuss aus dem Gewehr ist selbstverständlich und der Charakter hält auch nur einen bis maximal zwei Treffer aus, je nachdem auch wo man getroffen wird. Wer einen Panzer fährt und sein Geschütz drehen will, der sollte Zeit einplanen, denn dies geht auch nicht mal eben schnell. Zudem haben die Fahrzeuge keine Hitpoints, wie bei anderen Spielen üblich, sondern Trefferzonen. Treffe ich also an einer günstigen Stelle, kann ich den Panzer des Gegners in tausend Teile sprengen. Treffe ich aber daneben, wird er nur ein müdes Lächeln für mich übrig haben und meinen Nachladezyklus nutzen um mich auszuschalten. Angeschossene Soldaten laufen natürlich langsamer und zielen auch schlechter. Doch auch wenn man nicht verwundet ist, wackelt man leicht beim Feuern. Nur wenn man sich gegen Gegenstände lehnt, kann man ohne Wackelei schießen. Auch Rennen kann man nicht grenzenlos, denn schon nach recht kurzer Zeit geht einem die Puste aus und wird langsamer. Ein grandioses Spieleerlebnis Ich bin ein Soldat. Ich liege in einem zerbombten Haus und spähe durch ein großes Loch in der Wand auf die offene Straße und ein paar weitere Gebäude. In meiner Hand halte ich ein Mauser 98K Karabiener, Kaliber 7,92x57mm mit einer Reichweite von etwa 600m, immer bereit auf den Feind zu schießen. Plötzlich eine Bewegung, ein Soldat will von einem Haus zum anderen Rennen. Wie aus einem Reflex schieße ich. Treffer! Der Gegner sackt in sich zusammen. In der Ferne höre ich weitere Schüsse, wir scheinen zu gewinnen. Langsam wage ich mich ein Stück weiter vor, doch dann… SCHATZ! Essen ist fertig! Meine Frau reist mich aus dem Spiel. Verdammt, gerade als wir am gewinnen waren. Das Spiel hat mich völlig gebannt, so dass ich die Zeit fast vergaß. Der Realismus und die Atmosphäre ist wirklich unglaublich. Man kommt sich vor, als sei man direkt dort. Noch nie hat ein Game den Krieg so realistisch dargestellt. Schlägt in der Nähe eine Granate ein wird man teilweise von Splittern getroffen und der Charakter kann nicht richtig zielen und schießen, weil er wie benebelt ist. Schlägt Artillerie in der Nähe ein, und man hat das Glück immer noch zu leben, wackelt der komplette Schirm und man kann kaum etwas sehen. Die Welt scheint zu verschwimmen und vor lauter Panik legt man sich hin, macht sich klein und versucht den Sturm zu überstehen, um sich dann der Horde von Angreifern zu stellen. Selbst Ladehemmungen wurden mit eingebaut. So mancher wähnte sich schon als sicherer Sieger, als er von einer solchen überrascht wurde und im selben Moment wusste, dass es um ihn geschehen war.  Der Schwierigkeitsgrad ist enorm hoch, besonders von Leuten die aus anderen Shootern kommen. Es fehlt das essentielle Crosshair, was Anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Sobald man aber erstmal den Dreh raus hat, macht es wirklich Spaß. Dennoch kommt eigentlich nie Frustration auf, denn selbst wenn man stirbt, dauert es maximal 20 Sekunden bis man respawned. Teamspiel ist das A und O in diesem Game. Einzelspieler sollten es erst gar nicht versuchen. Besonders die aus bis zu drei Spielen bestehenden Panzerbesatzungen müssen sich ständig miteinander abstimmen. Taktik ist gefragt, denn sonst verliert man schneller als man gucken kann. Erleichtert wird das Ganze durch das eingebaute Voice-System, welches öffentliche- aber auch teaminterne Gespräche ermöglicht und in unseren Tests mit „ sehr gut“ abschnitt. Ihr seht also, Red Orchestra ist nichts für Fans von Science-Fiction die gerne wild drauf losballern. Realismus ist Trumpf und dieses Spielprinzip überzeugt einen mehr als schnell. Drum prüfe wer sich bindet Zum Einstieg in das Spiel kann man zuerst eine Partei auswählen, die Achsenmächte oder die Sowjetunion. Danach folgt die Wahl der Einheitenklasse, von denen es zehn Stück gibt, wie etwa Gewehrschütze, MG-Schütze, Squad Leader oder Panzerfahrer. Maps gibt es insgesamt 13, von Stalingrad bis Berlin ist alles dabei. Allesamt sind großzügig gestaltet und bieten 1000 verschiedene taktische Möglichkeiten. Langweile kommt da nie auf! Zudem sind die Maps total unterschiedlich und fordern jeweils völlig andere Fähigkeiten. Während man auf einer Map mit Häuserkampf eher gute Infanteristen und Scharfschützen braucht, benötigt man auf offenen Maps gute Panzerfahrer und Panzerknacker. Leider sind für meinen Geschmack manche Maps wieder zu gross, so dass ärgerliche Lauferei und Fahrerei entsteht, die ab und zu dann doch mal am Spielspaß knabbert. Die Spielbalance hängt unter anderem auch von der gewählten Map ab. Auf der einen Karte haben die Sowjets kleine Vorteile, auf der anderen wieder die Deutschen. Grafik ist längst nicht alles Grafisch hängt Red Orchestra natürlich neueren Kollegen wie Quake 4 und anderen grafisch aufwendigen Spielen, hinterher, da es auf der „alten“ UT-Engine basiert. Dennoch zeigt uns die Erfahrung, dass es nicht die Grafik ausmacht die ein Spiel gut macht, sonst wären Spiele wie StarCraft oder Counter-Strike schon längst ausgestorben. Viel wichtiger sind eine gute Story, eine gute Umsetzung und viel Spielspaß, von dem Red Orchestra: Ostfront 41-45 jede Menge bietet. Zudem hat die Firma Frogster mit der Verpflichtungen von diversen eSport-Persönlichkeiten siganilsiert, dass die Community und die Zufriedenheit der Spieler an erster Stelle steht. Für guten Support sollte somit gesorgt sein. • • • DirectX9 kompatible 3D Grafikkarte mit 64 MB (ATI 7500 oder höher) • • DX 8.1 kompatible Soundkarte • Windows 2000/XP Empfohlen: • • DirectX9 kompatible 3D Grafikkarte mit 128 MB mit PS 2.0 Unterstützung • EAX Kompatible Soundkarte Mein Fazit – Der Hammer! Red Orchesta hat mich voll und ganz in seinen Bann gezogen. Der Realismus ist Anfangs gewöhnungsbedürftig, doch wenn man erstmal im Spiel ist, ist es nur noch genial und man kann sich kaum vorstellen jemals wieder auf unrealistische Games wie Counter-Strike und Co umzusteigen. Für rund 30 Euro ist das Spiel mehr als erschwinglich. Wollt Ihr also ein Game mit jeder Menge Spielspaß, viel Realismus, taktischen Möglichkeiten in Übermaß und einem guten Support, dann solltet Ihr schnellstmöglich in den nächsten Laden rennen und Euch „Red Orchestra: Ostfront 41-45“ kaufen. Wir vergeben 5 von 5 möglichen Sternen! • Offizielle Red Orchestra Homepage | |
|
|
| | | | | |
|
|
| |
|
| |
|
|
» Bug gefunden oder Verbesserungsvorschlag? Jetzt einschicken! |
|
|