WCG Deutschland ändert Auswahlverfahren für Counterstrike
eSport rückt noch näher an den Sport
Seit dem Jahr 2000 wird alljährlich ein Nationalteam aus Deutschland auf das Grand Final der World Cyber Games gesendet. So wurde bei den Einzelspieler Wettbewerben von Anfang an darauf gesetzt, aus allen Deutschen Teams und Clans Vertreter zu entsenden. Bei Counter Strike jedoch wurde bisher immer ein qualifizierter Clan mit ins Team aufgenommen. Dies ist vergleichbar, als wenn man den FC Bayern München zur Fußball Weltmeisterschaft schicken würde. Im Vergleich zum echten Sport war dies eine einmalige Situation, in keiner anderen Sportart wird eine solche Auswahl durchgeführt.
Dieses Jahr wird das System geändert, und ein „echtes“ Nationalteam in Counterstrike zusammengestellt. Unter Cengiz „Django“ Tüylü als National Trainer für den Bereich Counterstrike und Daniel „Graphix“ Toretti als Assistent werden bis zum National Final 20 Spieler nominiert, welche dann am Event selber in verschiedenen Konstellationen gegeneinander antreten.
Die Betreuung in Seattle wird als genereller Teamleiter von unserem Veteran Josh Vögeding und im speziellen für CS von Cengiz Tüylü übernommen.
Um zu vermeiden, dass am Ende doch wieder ein Clan geschickt wird, dürfen maximal 2 Spieler aus demselben Clan stammen. Das Scouting dafür findet natürlich weiterhin bei allen bekannten Partnern (WWCL, Gamestar Liga u.Ä.) statt.
Bei jeder Nominierung wird eine Information veröffentlicht werden, warum dieser Spieler nominiert wurde, so dass eine maximale Transparenz entsteht. Nach der Bekanntgabe des Teams am National Final werden noch ca. 3 Wochen zur Verfügung stehen, in denen sich dass Team aufeinander einspielen kann.
Thomas v. Treichel (PR & Marketing, WCG): „Mit dieser Änderung rücken wir noch näher an den realen Sport. Wir sind uns Sicher, dass die Chancen auf Medaillen mit den besten Deutschen Spielern höher liegen, als „nur“ mit dem besten deutschen Clan. Uns ist bewusst, dass diese Lösung nicht für alle Clans die Wunschlösung darstellt, aber nach einer Intensiven Abwägung aller Vor und Nachteile überwogen eindeutig die positiven Argumente.“
Cengiz „Django“ Tüylü (Nationaltrainer): „ Es ist mir eine Ehre das deutsche CS-Nationalteam auf den Weg zu den diesjährigen World Cyber Games Finals nach Seattle zu begleiten. Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei der deutschen WCG-Leitung für die Nominierung als Team-Manager bedanken und hoffe, dass wir mit den richtigen Spielern Deutschland würdig mit einem Platz auf dem Treppchen repräsentieren können.“ Daniel „Graphix“ Toretti (a-Losers, Assistenz Nationaltrainer): "Ich halte diese Entscheidung für den richtigen Schritt um den eSport weiter zu professionalisieren. Da sich die World Cyber Games als Olympiade des elektronischen Sports versteht, ist es nur verständlich, dass uns auf solch einem Event auch die besten Spieler unseres Landes repräsentieren. Außerdem freue ich mich sehr, dass mir die Organisatoren der WCG Germany eine solch wichtige Aufgabe anvertrauen und mir die Möglichkeit geben, zusammen mit Cengiz ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen."
Mousesports: „Es ist ein logischer Schritt, dass man in den Team-Disziplinen wie Counter-Strike keine Qualifikation mehr spielt, sondern viel mehr die stärksten Spieler Deutschlands nominiert. Die Grundidee der World Cyber Games als Cyberolympiade ist ohnehin Nationen von allen Kontinenten gegeneinander antreten zu lassen, insofern macht es unserer Meinung nach einfach nur Sinn.
Gerade im Counter-Strike Bereich konnte Deutschland in den letzten Jahren an Qualität gewinnen, so dass die Chancen für einen Platz auf dem Treppchen dieses Jahr in Seattle sehr gut stehen.“