Unter der Koordination von Interpol haben Polizeieinheiten in Europa und Südamerika insgesamt 25 Personen festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, Anhänger des Anonymous-Kollektivs zu sein. Nach Angaben der internationalen Polizeibehörde sollen diese sich an Angriffen gegen diverse Webseiten beteiligt haben. Bei den Betroffenen handelt es sich um 10 Argentinier, 4 Spanier, 6 Chilenen und 5 Kolumbianer, jeweils im Alter zwischen 16 und 40 Jahren. Nachdem Interpol auf seiner Seite die Festsetzung der Personen bekannt gab, folgte die zu erwartende Gegenreaktion - andere Anonymous-Anhänger legten die Seite sofort lahm und die beteiligten, nationalen Polizeibehörden hatten mit einer Vielzahl von Attacken zu kämpfen. Nach Angaben der spanischen Polizei wird den 4 Inhaftierten vorgeworfen, sich an DDoS-Attacken auf Webseiten von politischer Parteien, Behörden und Unternehmen beteiligt zu haben. Weiterhin bestehe der Verdacht, dass sie von Prominenten persönliche Daten veröffentlicht haben. Bei einer der Verhafteten handelt es sich um ein 16 jähriges Mädchen, die der Hackergruppe „Sector 404“ angehören soll. Das Mädchen ist inzwischen wieder auf freiem Fuß und in der Obhut ihrer Eltern. Ein weiterer Betroffener wurde gegen Kaution freigelassen. Bei weiteren mutmaßlichen Anhängern sollen Hausdurchsuchungen stattgefunden haben, insgesamt 40 Fälle vermeldete Interpol diesbezüglich. Dabei wurden 250 Geräte wie Computer oder Mobiltelefone beschlagnahmt. Diese gilt es nun im Zuge der weiterführenden Ermittlungen auszuwerten. Quelle: interpol.int |